Szimpla Kert
- Erlebnis & Tour
- Preis: 800 Ft - 2 500 Ft
- Öffnungszeiten: 12:00 - 04:00 Uhr täglich
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Geschichte
Szimpla Kert eröffnete 2002 in einem kleinen Gebäude im alten jüdischen Viertel Budapests und war die erste sogenannte "Romkocsma", eine Ruinenbar — verfallene Gebäude, die fast zufällig zu improvisierten Bars wurden, nachdem eine Gruppe von Freunden einen zum Abriss freigegebenen Hof mit gebrauchten Möbeln füllte, statt ihn ordentlich zu renovieren. Zwei Jahre später, 2004, zog die wachsende Bar in ihr heutiges Zuhause in der Kazinczy utca 14 um, ein verfallenes Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert, in dem einst eine Ofenfabrik untergebracht war und das eigentlich abgerissen werden sollte.
Was als billiger, improvisierter Treffpunkt für eine Handvoll Freunde begann, wuchs, größtenteils durch Mundpropaganda, zum Ankerpunkt eines ganzen Ausgehviertels heran — die Straßen rund um die Kazinczy utca und den benachbarten Gozsdu udvar sind heute von Dutzenden Bars gesäumt, die Szimplas Beispiel folgten, doch sie bleibt diejenige, die die meisten Besucher meinen, wenn sie von einer "Ruinenbar" sprechen.
Wussten Sie schon?
"Szimpla" bedeutet auf Ungarisch schlicht "Einfach", und "kert" heißt "Garten" — ein passend bescheidener Name für einen Ort, der fast vollständig aus Dingen gebaut wurde, die andere weggeworfen hatten. Das Labyrinth aus Räumen ist mit zusammengewürfelten Flohmarktstühlen und -sofas möbliert, einer alten Badewanne, die zur Sitzecke umfunktioniert wurde, und einem zersägten, zum Tisch umgebauten Trabant, alles unter Wänden voller Graffiti, Plakate und jahrelanger Street Art.
Sonntagmorgens kehrt sich die übliche Rolle der Bar um: Bands und DJs weichen einem Bauernmarkt, bei dem Dutzende kleine ungarische Erzeuger unter demselben bunt zusammengewürfelten Dach Stände mit Käse, Brot, Honig und saisonalem Gemüse aufbauen, während Stammgäste sich oben zum Brunch niederlassen.
Gut zu wissen
Szimpla Kert liegt im 7. Bezirk, Erzsébetváros, mitten im alten jüdischen Viertel und nur einen kurzen Spaziergang von der Großen Synagoge in der Dohány utca entfernt — die dichte Ansammlung an Bars im Viertel macht es zu einem naheliegenden Ausgangspunkt, um Budapests Nachtleben zu Fuß zu erkunden. Geöffnet ist täglich von mittags bis etwa 4 Uhr morgens, wobei der größte Andrang erst gut nach Einbruch der Dunkelheit einsetzt, und es gibt weder Eintritt noch Kleiderordnung.
Sonntags öffnet die Bar früher für den Bauernmarkt, ein guter Zeitpunkt, um das Gebäude bei Tageslicht ohne das abendliche Gedränge zu sehen. Die Getränke sind günstig, sowohl Bargeld als auch Karte werden akzeptiert, und bei mehreren Stockwerken und einem Gewirr von Nebenräumen lohnt es sich, einfach umherzuschlendern, statt zu versuchen, alles auf einmal zu sehen.